SEESTÜCKE . Galerie Janzen . Gevelsberg

DER ERDE NÄHER ALS DEN STERNEN

Mischtechnik auf Leinwand · 300 x 400 mm

Privatbesitz Hagen

SEESTÜCKE

16.11.2003

Galerie Janzen, Gevelsberg

Prof. Dr. Manfred H. Wolff, Witten (Auszüge aus der Einführung)

 

Die Wahrnehmung kleiner, oft unauffälliger Phänomene ist also der Ausgangspunkt seines künstlerischen Schaffens.

Diese Beobachtungen werden ganz klassisch im Skizzenblock festgehalten. Diese Skizzen, diese Auf-zeichnungen, sind bereits eigene Kunstwerke und dienen gleichzeitig als Bausteine und Elemente, aus denen dann in der nächsten Phase neue Werke entstehen, die das künstlerische Umsetzen, das Transponieren dieser Fundstücke beinhalten. Im Atelier setzt nun der eigentliche kreative Prozess ein. Das Wahrgenommene, Skizzierte wird verarbeitet, verändert, verfremdet. Es erfolgt eine Transformation der in der Natur vor-gefundenen  Phänomene, in eine neue Form, in eine Kunstform.

Gegenstände werden neu belichtet oder auch entlichtet, um sie neu erscheinen zu lassen. Neue Farben werden ausgewählt, eher zufallsbedingt, abhängig von Stimmung oder Jahreszeit. Bearbeitet werden alte Papiere, Notenblätter oder Buchseiten, die auf den Lein-wanduntergrund aufgezogen werden, um so Strukturen zu erzeugen und diese mit dem Vorgefundenen zu verknüpfen.

Hinzu kommen Abdrücke von Verpackungen, von Dosen, Drainagerohren, Kellerisolierungen etc. Also Spuren der Zivilisation, die in das künstlerische Schaffen auf-genommen und mit eingearbeitet werden. So über-raschen und beeindrucken die Bilder von Andreas Otto durch eine Vielfältigkeit unterschiedlicher Strukturen. Sie überzeugen durch Farbgebung und Komposition. Der Betrachter wird auf die primäre Wahrnehmungsebene zurückgeführt.

Die Bilder werden so aufgrund der persönlichen As-soziation individuell erlebt. Sie werden zur erlebnis-reichen Sinneswahrnehmung, zur beweglichen Ruhe.

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