2013 . MARKTHEIDENFELD

STÄDT. GALERIE IM FRANCK-HAUS

 

 

 

Andreas Otto zeigt »BACKSTEINSINFONIE« im Franck-Haus.

 

Von Firnishauch umweht: Im Franck-Haus stellt Andreas Otto aus Arnsberg seine »BACKSTEINSINFONIE« aus. Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder begrüßte den

Künstler im städtischen Kulturzentrum.

 

Bis Anfang Juni steht im Galeriebereich des Franck-Hauses mit der Ausstellung »BACKSTEINSINFONIE« eine Präsentation von Werken des Künstlers Andreas Otto

aus dem sauerländischen Arnsberg im Mittelpunkt.

 

Zu einer wahren Vernissage konnte Bürgermeisterin Helga Schmitt-Neder den Künstler im städtischen Kulturzentrum an der Untertorstraße begrüßen, denn mit dem Aufbringen des Firnis beendeten die Maler in traditioneller Öltechnik ihre Werke. Bei den Ausstellungs-eröffnungen zog häufig der Duft des trocknenden Oberflächenschutzes noch durch die Ausstellungsräume. So kann man das dieses Mal im Franck-Haus sogar ein wenig nachvollziehen, denn Andreas Otto hat seine Einzelausstellung in Marktheidenfeld ausdrücklich für die dortigen Räume konzipiert und am Morgen des Eröffnungstags war

die Firnisschicht auf seinem jüngsten Werk in Mischtechnik sogar noch feucht gewesen.

 

Seit den 80er Jahren nehme Otto äußere Anstöße aus der Natur wie Steine, Rinden oder Astgeflechte für seine Arbeiten auf, führte Helga Schmidt-Neder in ihrer Begrüßung aus.

In den Bildwerken träten diese als wesentlich hervor und erführen eine Veränderung. In

den Bildern der »BACKSTEINSINFONIE« vermittelten Worte, Texte und Textteile Botschaften, die beim Betrachter Nachdenklichkeit hervorrufen. Ottos Ziel sei jedoch keine Form dogmatischer Belehrung sondern die Vermittlung ästhetischer Botschaften.

 

Zur Einführung machte sich Andreas Otto mit den Gästen der Eröffnung auf einen Rundgang durch die Ausstellung, die das Entstehen seiner komplexen Bildwelten nachvollziehbar werden lässt. Ausgangspunkt des Zusammenklangs ist ein Weg auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog. Dort sind tausende von Backsteinen im Sand zu einer Einheit verlegt, jeder von ihnen trägt individuelle Spuren, erweist sich bei genauerer Betrachtung als Einzelstück. Mit der Digitalkamera hat der Künstler die Steine dokumentiert und sie später zu seinen Backsteinformen im Linoldruck umgewandelt.

 

Deutlich wird dies zunächst in skizzenartigen Kleinarbeiten auf Papier, die eher grafisch wirken. Das Spiel zwischen Figuration und Abstraktion steigert sich bis hin zu Großformaten. Die Mischtechnik der Gemälde bezieht vieles mit ein: Fußabdrücke, Bilder, Texte, Zeichnung, Öl-Malerei, Fotografie und mehr. Bisweilen entsteht ein collagenhafter Charakter der Werke mit zurückhaltendem, differenziertem Farbspiel und charaktervollen Strukturen in mehreren Bildschichten.Andreas Otto hält spontane Eindrücke und Momente fest und stellt sie zu Neuartigem zusammen. Aus dem einheitlichen Backsteinweg an der Küste entwickelt sich so ein optischer Zusammenklang von Einzelwerken, die sich der Betrachter auf seine

eigene Weise selbst wieder zusammenfügen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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